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Donnerstag, 14. Juli 2011
 Jedes Land bekommt das Fernsehprogramm, das es verdient. Das heißt in unserem Falle wir müssen uns mit sogenannten scripted reality Shows, pseudorealen Krawall wie etwa "Zwei bei Kallwass" oder unzähligen, sinnlosen Quizsendungen herumschlagen. Aber es gibt kleine Lichtblicke. Eher versteckt und leider zu unmöglicher Sendezeit läuft montags ca. 23.45 Uhr in 3Sat eine der besten und innovativsten Fernsehserien der letzen Jahre. „In Treatment“ heißt diese Serie und sie handelt vom Psychotherapeuten Paul Weston und seinen Patienten. Die Themen der Serie sind Verantwortung, Schuld und Selbstzweifel, Top-Manager mit Schlafstörungen, eine junge Frau mit Krebs, ein Kind das unter der Trennung seiner Eltern leidet usw. Eine Folge umfasst eine Therapiesitzung und es wird nichts weiter gezeigt als das Gespräch zwischen Therapeut und Patient. Wie langweilig werden einige jetzt denken - keine Aktion, keine Spannung, keine Lacher. Nun gut, zum Lachen ist die Serie nun nicht, aber spannend ist das ganze trotzdem. Gerade dadurch, dass sie auf so wenig reduziert ist entsteht ein Sog dem man sich nur schwer entziehen kann. Dies liegt an den grandiosen Schauspielern, allen voran Gabriel Byrne und den tollen Dialogen. Leider wird die Serie nur einmal pro Woche mit einer Folge ausgestrahlt und somit ziemlich zerstückelt, aber wir wollen nicht meckern und uns freuen, dass wir wenigstens diese tolle Serie im FreeTV sehen können. Auch gibt es bisher keine deutsche DVD Box, die kommt vielleicht noch. Es ist ein Trauerspiel, dass diese Serie im deutschen Fernsehen kaum Zuschauer findet. Wer also mal Lust auf anspruchsvolle TV- Kost hat, der sollte den Videorecorder programmieren. Unbedingt empfehlenswert.
Bild: www.serien-load.de
Montag, 6. Juni 2011
Als ich heute am frühen Nachmittag mein Büro betrat und mich nichtsahnend an meinen Rechner setzte, staunte ich nicht schlecht. Da lag unter meinem Bildschirm ein Vogel, ein toter Vogel. Zuerst dachte ich meine Kollegen hätten mir dies als Warnung für mein „gelegentlich“ freches Verhalten gesendet. Da aber wohl keiner dieser Kollegen den Mut zu sowas hat, musste was anderes dahinter stecken. Außerdem lasse ich mich nicht von einem toten Vogel einschüchtern, ein abgesägter Pferdekopf wäre das Mindeste um in dieser Hinsicht bei mir etwas zu erreichen.
Aber dann sah ich, dass dies eine Idee für eine Bilschirmhalterung sein könnte. Ich habe das nun umgehend beim Patentamt angemeldet und hoffe nun auf die große Erfindung und natürlich auf viele Millionen. Leider konnte noch nicht genau ermittelt werden wie es zum Tod des Vogels kam. Das Team von CSI Chemnitz und die KTU prüfen derzeit die Fakten, gehen aber nach ersten Erkenntnissen von einem tragischen Unfall aus. Es handelt sich bei dem Vogel im Übrigen um einen Kleiber. Wir haben ihn begraben, ich habe ein Gebet gesprochen und das Ave Maria gesungen und danach mal vorsorglich alle Fenster geschlossen. Sollte es weitere Ergebnisse geben halten wir Sie auf dem Laufenden. Sachdienliche Hinweise zum Vorfall werden von Frau Karina Lorenz, bei uns am Empfang entgegengenommen. Aber mal Spaß beiseite es ist doch auch etwas traurig, oder?
Dienstag, 7. Dezember 2010
Der Schauspieler Hans-Joachim Heist (61) hat viele Bühnen gesehen und in rund 70 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Seine wohl beste und genialste Rolle aber ist der cholerische Kommentator der „heute-show“ „Gernot Hassknecht“. Hassknecht, gilt mittlerweile als Kultfigur sicher weil er mit seinen mehr als bissigen Kommentaren zur aktuellen Lage der Nation den Nerv der Zuschauer trifft und vielen Menschen aus der Seele spricht. Aber nicht nur die aktuelle Politik wird von ihm aufs Korn genommen, gelegentlich offenbart er in seinen Kommentaren auch persönliche Probleme des Alltags und das alles ohne Rücksicht auf Personen und Themen, auch mal politisch unkorrekt. Diesen Spaß sollte man sich nicht entgehen lassen. Wer keine Zeit für die „heute-Show“ hat kann sich die gesammelten Werke auf YouTube ansehen. Viel Freude
Dienstag, 24. August 2010
Als ich vor kurzem in der Zeitung gelesen habe das bei YouTube ein Video mit den Namen "Dancing Auschwitz" existiert in dem ein alter Mann mit seinen Enkeln auf dem Gelände von Auschwitz, vor den Verbrennungsöfen, zur Musik von „I Will Survive“ tanzt, war ich erst einmal schockiert. Darf man so etwas machen? Der Holocaust hat Millionen von Menschen das Leben gekostet, stellt so etwas nicht eine Verhöhnung der Opfer dar? Nach der Lektüre und einiger Zeit des Nachdenkens und dem Wissen, dass es sich bei dem alten Mann um einen überlebenden des KZ Auschwitz handelt, änderte ich meine Meinung. Ja „Er“ darf so etwas, wenn jemand das Recht hat so etwas zu tun dann einer der die Unmenschlichkeit erleben musste, einer der die Schrecken und Grausamkeit der Shoah überlebt hat. Ich sehe es als eine Art Siegestanz „Seht her ich lebe noch, ihr habt es nicht geschafft alle zu ermorden, und heute 65 Jahre danach bin ich hier, mit meinen Nachkommen die es, wenn es nach den Nazis gegangen wäre, gar nicht hätte geben dürfen“. Der Mann heißt Adam "Adolek" Kohn ist 89 Jahre alt, lebt heute in Australien und es handelt sich bei der Aktion um ein Kunstprojekt seiner Tochter. Diese wollte damit kommenden Generation eine neue und andere Botschaft des Gedenkens vermitteln, eine "frische Interpretation der historischen Erinnerung". Und auch aus dieser Sicht finde ich dieses Projekt wichtig, vielleicht kann man so, insbesondere der heutigen YouTube Generation dieses Thema nahebringen und somit gegen das Vergessen ankämpfen, denn über kurz oder lang werden die letzten Zeitzeugen nicht mehr unter uns weilen, um zu Erinnern. Wäre ja mal was Nützliches bei YouTube. Das Video hat natürlich von Abscheu bis Bewunderung die unterschiedlichsten Reaktionen hervorgerufen, vielleicht hat jemand Interesse einmal seine Sicht in einem Kommentar darzustellen.
Dienstag, 22. Juni 2010
Üblicherweise wird in unserem Blog ja über Dinge aus dem Bereich Dialogmarketing, unserem Arbeitsalltag oder derzeit auch mal, aus gegebenem Anlass, über Fußball berichtet. Ich möchte heute diese Plattform nutzen um der, meiner Meinung nach, vielseitigsten und besten Schauspielerin der Welt zum Geburtstag zu gratulieren. Meryl Streep wird heute 61 Jahre jung. Sehr früh in ihrer Karriere erhielt sie Ihre beiden Oscars und bringt es bis heute auf 14 weitere Nominierungen und zahlreiche andere Preise. Sie hatte als Tania Blixen die bekannteste Farm in Afrika, spielte grandios eine durch das KZ-Erlebnis traumatisierte Jüdin in "Sophies Entscheidung", eine viktorianische Heldin, engagierte Gewerkschaftlerin, skrupellose Senatorin, attraktive Action-Heldin, krebskranke Mutter, tyrannische Chefin einer Modezeitschrift oder zuletzt, wie immer oscarwürdig, eine Fernsehköchin in der Komödie „Julie und Julia“. Egal ob komisch, ernst oder dramatisch spielte sie wie kaum eine andere die differenziertesten Frauenrollen des internationalen Films. Eine ihrer besten Leistungen zeigte sie als angsteinflößende Nonne im Film „Glaubensfrage“. Thema des Films: 1964 in einer katholischen Schule in der Bronx wird ein Priester des Kindesmissbrauchs bezichtigt.
Absolut sehenswert, grandios gespielt und sehr aktuell.
 
Bildquelle: www.focus.de
Happy birthday Meryl Streep.
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