Es sind doch immer wieder die gleichen Reaktionen und Abläufe wenn ein Prominenter oder ein Star stirbt. Und durch Facebook & Co. ist es noch auffälliger geworden.
Ein Teil der Menschen zeigt offen seine Trauer. Viele von diesem Teil waren dabei „schon immer der größte Fan“ oder/und dieser Star hat sie „sehr stark geprägt“ oder/und der Prominente hat sie „seit ihrer Kindheit begleitet“. Ob das immer wirklich so ist oder maßlos übertrieben ist – Wer kann das schon beurteilen?
Ein anderer Teil der Menschen zeigt offen seine Abneigung gegen die Trauernden und diesen Satz hört man dabei immer wieder tausendfach: „Es sterben doch so viele andere Menschen, warum trauert denn niemand um diese?“ Doch ist das so? Jeder Tote wird betrauert, jedenfalls der Großteil. Doch nicht jeder davon ist so vielen Menschen bekannt gewesen. Menschen trauern um verstorbene Menschen, die ihnen etwas bedeutet haben. Dass Prominente mehr Menschen erreichen und somit auch mehr Menschen etwas bedeuten als „Normalsterbliche“ dürfte klar sein. Und dafür muss man sie auch nicht persönlich gekannt haben, denn die Verbindung war die Musik, das Schauspiel oder die Kunst. Prominente haben nun einmal einen anderen Status in der Gesellschaft, daher auch „prominent“. Das hat also nichts mit Ungleichbehandlung zu tun, wie man häufig hört oder liest. Man hört auch, dass die Betroffenheitsbekundungen nicht echt wären und nur Aufmerksamkeit erregen wollen. Doch weiß man es genau?
Nein, man weiß es alles nicht genau. Daher leben und leben lassen und nicht vorschnell Urteile bilden.

Doch eine Sache verwundert immer wieder auf’s Neue. Warum in aller Welt steigen die Plattenverkäufe bzw. Downloadzahlen nach dem Ableben eines Musikers extrem in die Höhe? Im aktuellen Fall von Whitney Houston wurden inzwischen schon fast 100 Mal so viele ihrer Alben heruntergeladen wie vor ihrem Tod. Die Downloads ihrer Singles stiegen um das 28-fache. (Quelle: media control) Traurig, dass man sich an viele Stars erst wieder nach ihrem Tod erinnert.
Ruhe in Frieden, Whitney!
Grafik: Andre Price & Andrea Husak