
Man hat es oft schwer als ausgeprägter Dialektsprecher. Mal wird man nicht verstanden, mal will man nicht verstanden werden oder man wird auch ab und an einfach nicht ganz ernst genommen. Doch jetzt heißt es aufatmen für alle „dummen Ossis“, Bayern, Schwaben & Co.!
Als hätte ich es nicht schon immer geahnt, las ich vorgestern in der Freien Presse von einer Studie der Universität Oldenburg, die zu dem Ergebnis kam, dass Schüler, die einen Dialekt sprechen, 30 Prozent weniger Rechtschreibfehler machen als ihre hochdeutsch sprechenden Mitmenschen. Ich beziehe dieses Ergebnis jetzt auch einfach einmal auf alle Nichtschüler, denn in der Schule waren wir doch alle einmal. Und es kommt noch besser!
Nicht nur für eine ausgeprägte Rechtschreibung sind Dialekte von Vorteil, sondern sie fördern auch noch das abstrakte Denken, da Dialektsprecher für ein Wort mehr Bezeichnungen kennen als der gemeine Hochdeutsche. Das heißt, Menschen mit Dialekt kennen das „richtige“ Wort und verschiedene Mundarten dafür. Sie wachsen also quasi zweisprachig auf und schreiben eine andere Sprache als sie sprechen.
Das macht mich doch sehr stolz ein Sachse zu sein! Und die Mädchen, die hier nur so an den Bäumen wachsen, sind also nicht nur hübsch, sondern auch noch schlau.
Hier gibt's übrigens den Grundwortzschatz für alle Nichtsachsen.
Also liebe Sachsen, etwas mehr Selbstbewusstsein bitte! Andere Dialektsprecher machen es vor und wir haben allen Grund dazu -
sach ich mal!
Hoffentlich habe ich jetzt keine Rechtschreibfehler in diesem Text gemacht. Das wäre wirklich peinlich!