Als ich am letzten Wochenende mit Freunden in Chemnitz spazieren war, wurden mir wieder einmal klare Grenzen aufgezeigt; nicht nur von meiner Tochter, die nach rund einer Stunde keine Lust mehr hatte, durch die Herbstlandschaft geschoben zu werden. Nein - es war die klassische Energiewirtschaft, die mir mit Großplakaten Einhalt gebot.
Mit energetischen Hinweisen hinter Stacheldraht luden mich die Plakate (leider gar nicht) ein, um über Stromverbrauch, CO2-Ausstoß und alternative Energien nachzudenken. Weder die Plakate an sich noch die Art der Präsentation vermochten zu bewirken, was sich die Schöpfer überlegt hatten: Ablenken. Informieren. Aufklären.
Interessant dabei war der Keil, den der 3m hohe Stacheldrahtzaun zwischen den gut gemeinten Energielehrpfad und den Betrachter treibt. Irgendwie erinnerte mich der Anblick an die ehemalige Grenze zwischen Ost und West. Warum diese Form der Präsentation?
Angst um Energieflüchtlinge?
Dialog hinter Gittern?
Wir fordern: Freiheit für den Energielehrpfad!