
Letzten Mittwoch und Donnerstag fanden in Nürnberg die 11. mailingtage statt. Auch wir konnten uns vor Ort einen umfassenden Eindruck von den Workshops und Foren sowie den zahlreichen Ausstellern machen.
An den Ständen, in den Unternehmensbroschüren und in den Vorträgen fiel natürlich auf, dass Apps, Qr-Codes und Social Media große Themen waren. Doch die mailingtage machten trotz aller neuen - meist digitalen - Trends ihrem Namen alle Ehre. Das Mailing stand immer noch im Mittelpunkt und es wurde an vielen Ständen gezeigt, dass das kreative Potential des Mailings immer noch nicht ausgereizt ist. Ob außergewöhnliche Formen, Inhalte in Form von witzigen Werbemitteln mit Mehrwert oder hochwertige Veredelungen – aufwendig gestaltete Mailings sind im Trend. Viele Unternehmen gehen immer weiter weg von riesig großen Mailingauflagen im Standard-DIN lang-Brief, welche im Gießkannenprinzip gestreut werden. Die Auflagen werden geringer, die Mailings allerdings umso aufwendiger, um die gewünschte Aufmerksamkeit und die nötige Response zu erzielen. Allerdings entwickelt sich die Responsegeneration immer weiter weg von der klassischen Postkarte oder Faxantwort und verlagert sich ins Internet oder auf mobile Geräte. Ob Landingpage, Mobilesite oder E-Mail - crossmediales Dialogmarketing wurde und wird weiterhin groß geschrieben.
Mir ist aufgefallen, dass sich im Vergleich zu den letzten Jahren das Angebot an Adressdienstleistern verringert hat. Hier hat sich wahrscheinlich nach der BDSG-Novelle im letzten Jahr die Spreu vom Weizen getrennt. Seriöse Anbieter mit seriösen Adressenquellen sind die Gewinner der verschärften Datenschutzauflagen. Wovon ich mehr erwartet habe, waren die Standideen der Aussteller. Diese waren doch recht gewöhnlich. Hier hätte ich mir doch teilweise etwas mehr Mut gewünscht, v.a. auf einer Messe auf welcher neben dem Dialog die Kreativität im Mittelpunkt steht.
Foto: www.mailingtage.de