Neues aus dem Schrebergarten
Nicht wenig erstaunt war ich gestern, als ich in meinem Garten in der Phlox-Staude einen Kolibri bei der Arbeit sah. Er labte sich am erzgebirischen Blütensaft.
Nicht außergewöhnlich, dachte ich, bei den tropischen Temperaturen der letzten Wochen drückt uns der Klimawandel dieses brasilianische Getier in unsere Parzellen.
Flugs die langbrennweitige Digicam gezückt und als Beweis für die Nachwelt und Klimaforscher zwei Pics geschossen.
Ist etwas kompliziert, denn er hält einfach nicht mit den Ratatoren ruhig, wenn er freischwebend wie ein Tankhelikopter seinen Nektarstutzen in den Blütenkelch führt.
Aber welche Ernüchterung machte sich breit, als ich meine Aufnahmen einer Web-Recherche zuführte. Kein exotischer Vogel (Wirbeltier) sondern ein Schmetterling (Insekt) ist mein Besucher, wirklich ein großer stattlicher Kerl.
Und auch Menschen vor mir hielten ihn schon für einen Kolibri.
Sein Name ist Taubenschwänzchen (lat. Macroglossum stellatarum).
Schon in der Wikipedia stand geschrieben:
Das Taubenschwänzchen, auch Taubenschwanz oder Karpfenschwanz genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae). Sein deutscher Name leitet sich vom zweigeteilten Haarbüschel am Hinterleibsende ab, das eine gewisse Ähnlichkeit mit den Schwanzfedern von Tauben aufweist. Als Wanderfalter ist das Taubenschwänzchen in fast ganz Europa bekannt. Wegen seines auffälligen Flugverhaltens, das dem eines Kolibris ähnelt, wird es auch Kolibrischwärmer genannt; zahlreiche vermeintliche Kolibrisichtungen in Europa gehen auf diese Schmetterlingsart zurück.
Quelle bzw. weitere Informationen unter
Wikipedia
Was hält mein Schrebergarten in Zukunft noch alles für faunistische Überraschungen bereit?