…so oder so ähnlich sollte man wohl bei der Herstellung von Druckerzeugnissen denken.
Doch oftmals ist dem nicht so und es fallen Sätze wie „Beim letzen Mal sah das aber anders aus“. Gerade wenn der Kunde die Agentur gewechselt hat und somit auch die Druckerei eine andere ist, passiert das nicht selten. Doch was tun?
Vor allem wenn schon ähnliche Druckerzeugnisse produziert wurden und man genau weiß, wie es aussehen soll bzw. muss, ist es immer ratsam einen Proof zu erstellen. Dieser bezeichnet im Druckwesen die vorweggenommene Simulation eines Druckerzeugnisses zur Revision (letzte Kontrolle vor dem Druck).
Mit dem Proof will man zu einem frühen Zeitpunkt in der Produktionskette simulieren, wie das Druckergebnis am Ende aussieht. So werden frühestmöglich Fehler und die damit verbundenen Zusatzkosten vermieden, die zum Teil sehr hoch ausfallen können.
Der Proof wird in 3 Arten nach seiner Verbindlichkeit unterschieden:
1. Layoutproof
- gibt die Korrektheit des Inhaltes und der platzierten Elemente wieder
- wird kaum Wert auf die Farbverbindlichkeit gelegt
2. Standproof
- zeigt Platzierung (Stand) auf dem Druckbogen
- sollte aus den für die Belichtung vorbereiteten Daten erzeugt werden
- Farbverbindlichkeit ist nicht unbedingt gegeben
3. Farbverbindlicher Proof
- Soll Druckergebnis hinsichtlich Farbverbindlichkeit nahezu wiedergeben
- Wann ein solcher Proof farbverbindlich ist, regelt der
Medienstandard Druck und die ISO 12647-7
Wo der Standproof eher für die Druckerei wichtig ist, ist gerade der farbverbindliche Proof für den Kunden von hoher Bedeutung. Denn mit einem solchen vom Kunden freigegebenen Proof weiß die Druckerei ganz genau, wie das Ergebnis aussehen soll. Dies ist natürlich für mögliche Reklamationen ebenfalls sehr entscheidend.
Mit einem Proof kann man sich also mit geringem Aufwand und Kosten viel Ärger, Zeit und jede Menge Zusatzkosten sparen.
Quelle bzw. weitere Informationen unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Proof_(Druck)