Die Zeit ist schnelllebig. Viele Erkentnisse der Wissenschaft oftmals nach Kürze bereits schon wiederholt.
Hat sich zum Beispiel der Blickverlauf des Empfänger im Zeitwandel der neuen Medien wirklich verändert und betrachten deshalb Youngsters (Youngsters = in der Zielgruppensprache die Bezeichnung für Jugendliche) die Werbebriefe grundlegend anders?
Tagtäglich hören wir von dem Wandel der Medien und dadurch verbundenen neuen Erkentnissen in der Zielgruppenvorschung.
Doch ist es wirklich so, dass die jetzt heranwachsenden Zielgruppen unsere Mailings grundlegend anders lesen
und wie verhällt sich die Betrachtungsweise bei Internetplattformen?
Grundsätzlich kann man sagen, dass jüngere Zielgruppen die Werbebotschaft nicht grundlegend anders Betrachten. Mit Sicherheit sprechen unterschiedliche Farben und Bildmotive die Konsumentenschichten unterschiedlich stark an, doch der Leseverlauf an sich unterscheidet sich kaum.
Bisher ist bekannt, dass sich ein Mensch durchschnittlich zwei Sekunden Zeit nimmt um die Werbebotschaft zu "durchschauen".
Zwei Sekunden Betrachtungszeit entsprechen ungefähr 10 Halteppunkten für das menschliche Auge. Als erstes werden Bilder und Grafiken angeschaut, dann erst die Headlines. Die Youngsters betrachten das Mailing durchschnittlich 10-20 % kürzer als zum Beispiel Best Ager (Best Ager = in der Zielgruppensprache die Bezeichnung für Menschen ab einem Alter von 50+). Frei nach dem Motto: "Lesen oder weg damit!".
Doch nehmen sich die jungen Zielgruppen bei der Betrachtung von Websites wirklich mehr Zeit? Schließlich surfen Sie den lieben langen Tag im World Wide Web.
Die heutigen Untersuchungen mit modernster Technik bestätigen, dass sich das Grundlagen-Wissen über das Lese-Verhalten bei Mailings nahezu 1:1 auf den Bildschirm übertragen lässt. Also unterscheidet sich die Betrachtungsweise von Internetplattformen im Vergleich zu gedruckten Werbebotschaften kaum und die Jugendltichen handhaben es auch hier wieder etwas flüchtiger.
Fazit: "Millionen Jahre altes menschliches Verhalten prägt uns noch immer. Es ist offenbar unbelehrbar. Und daran wird sich auch in den nächsten Generationen nichts Wesentliches ändern." - Siegfried Vögele
Quelle: www.voegele.de